Unsere Kienspäne werden handgefertigt aus dem Holz der Schwarzföhre. Sie ist im südlichen Niederösterreich heimisch und gehört zu den bekanntesten Arten der Föhre. Vor allem im 19. Jahrhundert gewann der Baum an internationaler Bedeutung und galt als die berühmteste Baumart Österreichs.
Die Schwarzföhre und ihr flüssiges Gold
Die Föhre gehört zu den ältesten Baumarten und prägte die Geschichte, Kultur und Wirtschaft aus Österreich. Bereits im Mittelalter wurde das wertvolle Baumharz, auch Pech genannt, aus den Bäumen gewonnen und für viele Produkte weiterverwendet. Die Pecherei war für tausende niederösterreichische Familien die wichtigste Einnahmequelle und wurde üblicherweise von einer Generation an die nächste weitergegeben. Aus diesem Grund nennt man die Schwarzföhre auch Pechbaum oder Brotbaum.
Bei der Pecherei verwundet man den Stamm des Baumes oberflächlich, um so den Harzfluss künstlich hervorzurufen. Das dickflüssige Gold im inneren des Baumes schickte man dann in Pechsiederein weiter, wo es verarbeitet wurde. Unzählige Produkte aus der Drogerie, wie Farben, Putzmittel oder Lack entstanden mit dem Pech der Schwarzföhre. Auch heute findet man noch eine Anwendung dafür. So wird es zum Beispiel in der Parfüminudstrie angewendet oder als natürlicher Brennstoff.

Kienspan – der Ursprung als Anzünder
Kienspäne sind in Föhren zu finden und gelten als die besten natürlichen Anzündhilfen für Ofen, Kamin oder Grill. Die Verwendung von Kienspänen als Brenn- oder Anzündholz geht bis in die Steinzeit zurück. Besonders im Mittelalter gehörte der Kienspan zu den meistverwendeten Lichtquellen, da Kerzen oder Öl mehr für den Adel waren. Die Verwendung als reine Lichtquelle ging bis ins späte 19. Jahrhundert hinein.
Der Kienspan entsteht natürlich durch die Verletzung des Baumes. An den verletzten Stellen sammeln sich große Mengen an Harz an. Das Harz wirkt für Holz wie ein natürlicher Konservierungsstoff, der es vor Fäulnis und Zersetzung schützt. Es verhindert das Eindringen von Pilzen und Bakterien, die normalerweise das Holz abbauen würden. Während somit über Jahrzehnte hinweg das rundumliegende Holz vermodert, bleibt der harzreiche Kienspan bestehen und wird noch dazu hoch entzündlich. Das macht ihn als Anzünder sehr beliebt. Bereits ein einziger Kienspan spendet für mehr als 20 Minuten Licht.

Die beste Nutzung des Kienspan
Kienspäne sind ideale Anzünder für Kamin, Ofen und Grill, da sie besonders leicht entflammbar sind. Schon ein einziger Kienspan genügt, um Briquettes, Holzkohle oder das Feuer im Kamin in Gang zu bringen – ganz ohne chemische Hilfsmittel. In drei einfachen Schritten gelingt das Anzünden mit optimalem Brennwert im Kamin:
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Zwei Holzscheite parallel mit etwas Abstand zueinander in den Kamin legen.
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Den Kienspan entzünden und angehlehnt an eines der Holzscheite platzieren.
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Ein drittes Holzscheit auf die beiden Scheite legen und dabei einen Hohlraum lassen, in dem der Kienspan liegt.
Durch den Abstand zwischen Kienspan und Holz entsteht an der heißesten Stelle der Flamme eine ideale Zündquelle. Abschließend den Kamin schließen und für ausreichende Luftzufuhr sorgen.
Unsere Kienspäne sind nicht nur ideal zum Anzünden, sondern verleihen deinem Zuhause auch einen angenehmen, natürlichen Duft. Der charakteristische Waldgeruch erinnert an einen duftenden Föhrenwald und schafft eine gemütliche, beruhigende Atmosphäre. Besonders an kalten Tagen sorgt der aromatische Duft für ein wohliges Ambiente, das die Natur ins Wohnzimmer holt.