Der Weg zum perfekten Kienspan: Handgefertigte Qualität aus Niederösterreich

Was macht unser Anzündholz so besonders? Jeder unserer Kienspäne wird handgefertigt hergestellt. Der Weg von der stehenden Schwarzföhre bis zum 15 Zentimeter großen Kienspan ist allerdings äußerst lang und beinhaltet viele Schritte. Mehr als zwei Jahre dauert es, bis sich unsere natürliche Anzündhilfe in der Verpackung findet. In dieser Zeit durchläuft das Holz sorgfältige Trocknungs- und Bearbeitungsprozesse, um die perfekte Qualität und Brennleistung zu garantieren.

Die Pflege des Waldes

Unser Wald im Piestingtal ist seit Generationen im Besitz der Familie Hauer. Wir setzen uns als oberstes Gebot, den Wald stabil und qualitativ hochwertig zu halten. Dabei reichen unsere Tätigkeiten von einer gezielten Durchforstung bis hin zur Befreiung von Waldwegen, welche durch Sturmschäden blockiert wurden. Eine richtige Durchforstung beinhaltet mehrere Schritte und zieht sich über mehrere Wochen.

Identifikation der bedrängenden Bäume

Ein Wald hört nie auf zu wachsen, obwohl er nur begrenzt Platz hat. Die einzelnen Bäume stehen in einer Konkurrenz zueinander um Nährstoffe wie Wasser, Raum und Licht. Ältere und größere Bäume verdichten den Wald und versperren jungen, widerstandsfähigeren Bäumen den Platz zu wachsen. Die Folge ist ein abgeschwächtes Wachstum und ein langsames Aussterben der schwächsten Bäume. Mit erhöhtem Totholz erhöht sich auch das Risiko von Waldbränden und begünstigt das Aufkommen von Schädlingen, wie den Borkenkäfer. Um dem entgegenzuwirken, werden in regelmäßigen Abständen ältere Bäume, welche junge und stärkere Bäume bedrängen, identifiziert und markiert.

Das richtige Fällen der Bedränger

Die markierten Bäume werden im Anschluss gefällt und für die Weiterverarbeitung weggeführt. Die richtige Herangehensweise ist dabei entscheidend. Fällt der Baum zum Beispiel falsch, könnte das andere Bäume, Pflanzen oder gar Menschen verletzen. Daher muss zuerst die Fällrichtung und ein passender Sicherheitsbereich festgelegt werden. Um den Baum in die passende Richtung fallen zu lassen, verwendet man einen Fallkerb und Fällschnitt. Der Fallkerb besteht aus einem oberen schrägen Schnitt und einen unteren waagrechten Schnitt. Dadurch entsteht eine Kante, welche die Richtung bestimmt. Im Fällschnitt setzt man mit der Motorsäge auf der gegenüberliegenden Seite mit der Motorsäge an und schneidet waagrecht, bis der Baum beginnt zu fallen.  Somit fällt der Baum, ohne andere zu verletzen.

Vom Stamm zum Kienspan

Nachdem der Baum gefällt wurde, beginnt der Transport zur Weiterverarbeitung. Bereits in diesem Schritt selektieren wir die Pechbäume, welche sich für die Herstellung von Kienspänen eignen. Im Anschluss werden mit der Motorsäge die Äste des Baumes weggeschnitten und der Stamm in Meterstücke unterteilt. Die einzelnen Stücke verarbeiten wir dann weiter, indem sie auf traditionelle Weise gespalten werden. Dieser Vorgang, auch als „kliab’n“ bekannt, sorgt dafür, dass die Meterstücke in handliche Holzscheite zerlegt werden. Die jeweiligen Scheite werden dann regengeschützt gestapelt und über einen Zeitraum von rund zwei Jahren getrocknet. Die Trocknungszeit ist notwendig, um die Brennbarkeit des Holzes zu maximieren und sicherzustellen, dass der Kienspan die bestmögliche Leistung beim Anzünden erzielt.

Nach Abschluss der Trocknung wird das Holz auf die ideale Länge zugeschnitten. Für Brennholz werden die Scheite in der Regel auf eine Länge von 33-50 Zentimetern gekürzt, jedoch schneiden wir die Kienspäne auf etwa 15 Zentimeter zu. Diese Länge garantiert, dass die Kienspäne problemlos in jeden Kamin oder Grill passen und eine zuverlässige Zündquelle für mehrere Minuten bieten. Nach dem präzisen Zuschnitt sind die geschnittenen Holzscheite jedoch noch nicht direkt einsatzbereit als Anzünder. Um ihre Funktion als Zündhilfe zu optimieren, müssen sie noch in die richtige Form gebracht werden. Dafür spalten wir die Holzscheite noch fein auf. Bei Hautschis Waldshop erfolgt dieser Schritt traditionell mit der Hacke, was jedem Kienspan eine handgefertigte Note verleiht. Durch diesen sorgfältigen und präzisen Herstellungsprozess können wir die versprochene Qualität und die lange Tradition des Kienspans garantieren, die jedem unserer Produkte zugrunde liegt.

Die Teilung in Meter ist besonders für das Spalten des Holzes wichtig.
Der meterlange Stamm der Schwarzföhre wird in Holzscheite gespalten, um später daraus die Kienspäne zu schneiden.

Häufig gestellte Fragen

Kienspäne sind sehr pflegeleicht und brauchen keine besondere Lagerung. Wichtig ist, dass sie, genau wie das Brennholz, vor Feuchtigkeit geschützt sind, um den Brennwert aufrechtzuerhalten.
Für das Anzünden deines Kamins oder Grills brauchst du lediglich nur einen Kienspan. Ihr hoher Brennwert und lange Verweildauer sorgen dafür, dass das Feuer in wenigen Minuten zuverlässig entflammt. Erfahre mehr über die optimale Nutzung unserer Kienspäne.
Der Kienspan verströmt einen intensiven, natürlichen Waldduft, der an einen erfrischenden Föhrenwald erinnert. Eine angenehme, harzige Note, die für eine beruhigende und entspannte Atmosphäre sorgt und deine Wohnräume in ein gemütliches Naturerlebnis verwandelt.
Im genaueren werden für die Herstellung von Kienspänen ausschließlich sogenannte Pechbäume verwendet. Bei der Pecherei verwundet man den Baum oberflächlich, um den Harzfluss künstlich hervorzurufen. Dieses Harz, auch Pech genannt, wirkt wie ein natürlicher Konservierungsstoff für das Holz und macht es noch dazu leicht entflammbar. Erfahre mehr über die Schwarzföhre und den Nutzen von Pech.